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Parzival ArtikelDie Oper von Richard Wagner heißt Parsifal.
Parzival ist ein mittelalterliches Epos von Wolfram von Eschenbach, das auf den unvollendeten Versroman Perceval de Gallois ou Le Conte del Graal von Chrétien de Troyes zurückgeht. Es behandelt die Grals-Thematik, baut eine Verbindung zur Artus-Geschichte auf, und berichtet über ethische und religiöse Ansichten. Parzivals Leben und seine Suche nachdem Gral sind Hauptthema, aber es gibt auch ausgedehnte Passagen zu Nebenfiguren wie den gradlinig edlen Gawan. Parzival dagegen durchlebt zahlreiche persönliche Konfliktsituationen, die er nicht stets ritterlich löst. Doch gerade er, der über lange Jahre hinweg die Folgen seines Fehlverhaltens ertragen muss, erlangt am Ende die Gralsherrschaft. Das Epos endet mit einem Ausblick auf Lohengrin.
Von Wolframs Epos gibt es zahlreiche Übertragungen sowohl in Versform als auch als Prosaübertragung. Dabei müssen sich die Übertragungen in Versform passagenweise sehr weit vom Original entfernen wegen der gänzlich anderen Sprachmelodie der mittelalterlichen Sprache. Die Prosaübertragungen dagegen können den Bildreichtum von Wolframs Sprache besser einfangen, wenn auch auf Kosten des Versmaßes.
Wolfram von Eschenbach, Band eins der Handschrift Parzival, Bildseite 1
Wolfram von Eschenbach, Band eins der Handschrift Parzival, Bildseite 2
Wolfram von Eschenbach, Band eins der Handschrift Parzival, Bildseite 3
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- Gesa Bonath, Behandlungen zur Überlieferung des ›Parzivals‹; 2 Bde., Hamburg 1970
- Helmut Brall, Gralsuche und Adelsheil; Heidelberg 1983
- ders., ›diz vliegende bîspel‹; in: Euph. 77 (1983), 1-39
- J. Bumke, Der offene Schluß des ›Parzivals‹ von Wolfram von Eschenbach; in: DVjs 65 (1991), 236-264
- Michael Curschmann, Das Abenteuer des Erzählens; in: DVjs 45 (1971), 627-667
- Dennis H. Green und Leslie Peter Johnson; Approaches to Wolfram von Eschenbach; Frankfurt a.M. u. a. 1978
- Alois M. Haas, Parzivals ›tumpheit‹ bei Wolfram von Eschenbach; Berlin 1964
- W. Haug, Die Symbolstruktur des höfischen Epos und ihre Auflösung bei Wolfram von Eschenbach; in: a.a.O. 668-705
- ders., Parzival ohne Illusionen; in: DVjs 64 (1990), 199-217
- Dagmar Hirschberg, Behandlungen zur Erzählstruktur von Wolframs ›Parzival‹; Göppingen 1976
- Herbert Kolb, Munsalvaesche; Tübingen 1963
- Hugo Kuhn, Parzival; in: DVjs 30 (1956), 161-198
- Roger S. Loomis, The Grail; Cardiff/New York 1963
- W. Mohr, Parzival und Gawan; in: Euph. 52 (1958), 1-22
- René Pérennec, Recherches sur le roman arthurien en vers en Allemagne aux 12e et 13e siècle; 2 Bde., Göppingen 1984
- Probleme der ›Parzival‹-Philologie; in: Wolfram-Studien 12, 1991
- Elisabeth Schmid, Studien zu dem Problem der epischen Totalität in Wolframs ›Parzival‹; Erlangen 1976
- dies., Familiengeschichten und Heilsmythologie; Tübingen 1986
- H. Schneider, Parzival-Studien; München 1947
- Max Wehrli, Wolframs von Eschenbach Erzählstil und Sinn seines ›Parzivals‹; in: DU 6, H. 5 (1954), 17-40
- A. Wolf, Vom höfischen Roman Chrétiens zu dem Meditationsgeflecht der Dichtung Wolframs; in: LitJb N. F. 26 (1985), 9-73
- Marianne Wynn, Wolframs Parzival; Frankfurt a.M. u.a. 1984
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